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20.05.2019

Förderung statt Verbote: MdL Martin Schöffel lobt im Plenum des Bayerischen Landtags die bayerischen Bauern und die Agrarpolitik

ELF-Doppelhaushalt in Höhe von 3 Mrd. Euro

Die Gelder werden gezielt eingesetzt um die gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Biodiversität und hochwertigen einheimischen Lebensmitteln zu erfüllen. Familienbetriebe werden nachhaltig gestärkt und durch neue Technologie fit für die Zukunft gemacht.



„Der Doppelhaushalt 2019/2020 mit insgesamt über 3 Mrd. Euro ist ein wichtiger Meilenstein, um die Einkommen der rund 107.000 bäuerlichen Familienbetriebe zu stabilisieren, Belastungen zu reduzieren, und Zukunftsaufgaben anzupacken.“, so der Landwirtschaftspolitiker Martin Schöffel. Als Vorsitzender des entsprechenden Arbeitskreises hat er intensiv an der Erarbeitung des aktuellen Haushaltsplanes mitgewirkt.

 

„Gegenüber dem Nachtragshaushalt 2018 stehen rund 100 Mio. Euro mehr bereit. Das ist auch ein eindeutiges Zeichen an unsere Landwirtschaft,“ so Schöffel weiter.

 

Die Landwirtschaft stehe vor großen Herausforderungen, so Schöffel. Er nannte hier neben der Zunahme extremer Witterungsverhältnisse die erhöhten gesellschaftlichen Erwartungen hinsichtlich Klimaschutz, Umwelt- und Artenschutz, Bodenschutz und Transparenz. Schöffel fasste zusammen: „Was ist dabei die Aufgabe der Politik? Viele kommen da am Liebsten mit Verboten und neuen Auflagen. Wir dagegen steht für einen Politikansatz, der aus Veränderungen Chancen für die Bauernhöfe macht, aus gesellschaftlichen Wünschen neue Geschäftsfelder und aus Betroffenen Verbündete.“

 

Die Gelder fließen in zahlreiche sinnvolle Maßnahmen, die allesamt dafür sorgen, dass bäuerliche Familienbetriebe nachhaltig gefördert werden. So können auf Dauer in Bayern regionale und gesunde Lebensmittel produziert und die wertvolle Natur erhalten werden. Beispielhaft nannte Schöffel in seiner Rede im Plenum das Programm KULAP, die Förderung des Ökolandbaus, die Unterstützung benachteiligter Gebiete und die einzelbetriebliche Investitionsförderung.

 

Die bayerische Politik helfte aktiv dabei die Landwirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Ein Bekenntnis Bayerns zur modernen Landwirtschaft bedeute eine nachhaltige Unterstützung der Familienbetriebe und eine gezielte Förderung von Zukunftstechnologien, die die Arbeit wirtschaftlicher und umweltfreundlicher machten. Schöffel nannte beispielhaft die Digitalisierung und die Förderung tiergerechter Ställe. „Smart Farming bedeutet den aktiven Schutz von Ressourcen. Düngemittel wird damit noch gezielter eingesetzt. Pflanzenschutzmittel können stark reduziert werden und das Tierwohl kann durch gezielte Überwachung der Tiere deutlich gesteigert werden,“ so Schöffel. Ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige Förderung der bayerischen Bauern setzt der Freistaat außerdem durch die Einrichtung einer Junglandwirte-Kommission.

 

Martin Schöffel betonte, dass in Bayern Klasse statt Masse produziert werde. „Daher unterstützen wir zahlreiche Maßnahmen des Landwirtschaftsministeriums wie die Premiumstrategie mit den Genussorten, der Genussakademie oder den Genussschätzen Bayern, die Bauernmärkte, die Zusammenarbeit mit der Gastronomie oder auch den Auftritt Bayerns auf der Internationalen Grünen Woche.“

 

Auch im Waldumbau investiert der Freistaat. „Bis 2030 sollen 200.000 Hektar Wald in klimatolerante Zukunftswälder umgebaut werden,“ so Schöffel. „Dafür sind rund 200 Millionen Euro zusätzlich erforderlich“.

Den Redebeitrag können Sie hier nachhören:

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