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17.07.2018

Ministerpräsident hält Wort – In Kulmbach entsteht ein neuer Universitätscampus und ein neues Landesinstitut für Lebensmittelwissenschaften

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat Wort gehalten. Der zugesagte neue Universitätscampus in Kulmbach als Außenstelle der Universität Bayretuh kommt! Außerdem entsteht in Kulmbach ein neues Landesinstitut für vernetzte Lebensmittelwissenschaften – eine bundesweit einzigartige Einrichtung. Am Mittag hat das Kabinett die Berücksichtigung im kommenden Doppelhaushalt 2018/2020 beschlossen, teilt der Kulmbacher Abgeordnete Martin Schöffel mit.

„Mit dem Aufbau einer eigenen Fakultät für ‚Lebenswissenschaften‘ trägt der Freistaat der gestiegenen Bedeutung von Ernährung und Bewegung Rechnung und das neue Landesinstitut für vernetzte Lebensmittelwissenschaften wird ein bundesweites Leuchtturmprojekt für den Verbraucherschutz der Zukunft. Beide Institutionen stärken den Standort Kulmbach - das ist eine Zukunftsentscheidung mit großer Tragweite, die auf die vorhandenen Kompetenzen aufbaut und Kulmbach zu einem Spitzenstandort für Ernährung und Gesundheit in Deutschland macht!“, freut sich Schöffel. „Der Freistaat investiert am Standort Kulmbach in den nächsten fünf Jahren insgesamt rund 140 Millionen Euro und stärkt damit das wirtschaftliche Profil der gesamten Region Oberfranken. Ich bin begeistert, was sich in dieser kurzen Zeit rund um das Zukunftsthema ‚Ernährung und Gesundheit‘ für unsere Region entwickelt hat.“

Neuer Universitätscampus in Kulmbach
 
„Die Stadt Kulmbach und die Uni Bayreuth sind bereits in enorme Vorleistungen getreten“, so Schöffel. Seit der Entscheidung des Kabinetts im Sommer letzten Jahres Kulmbach zur Hochschulstadt zum machen, hat sich einiges getan. Es wurden Gebäude und Grundstücke für eine künftige Hochschulnutzung erworben und nach Übergangslösungen gesucht, um den Lehrbetrieb zum Startzeitpunkt 2020 beginnen zu können. Von Beginn an soll der Campus international aufgestellt werden und auch über deutsche Grenzen hinaus um Studierende werben. Der neue Campus wird auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs entstehen.


Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Marion Kiechle: „Regionale
Wissenschaftseinrichtungen spielen eine Schlüsselrolle für die Forschung und akademische Ausbildung in Bayern. Mit dem heutigen Maßnahmenpaket investieren wir gezielt in erfolgversprechende Themenbereiche und schaffen eine noch regionalere Wissenschaftslandschaft."

Am neuen Campus Kulmbach
entsteht eine neue Fakultät ‚Lebenswissenschaften‘ als Außenstelle der Universität Bayreuth mit 1.000 neuen Studienplätzen. Die Universität Bayreuth wird damit am Standort Kulmbach noch in diesem Jahr beginnen. Ein detailliertes Konzept wurde gemeinsam mit der Stadt Kulmbach, vor Ort ansässigen Einrichtungen und mittelständischen Unternehmen mit Lebensmittelbezug sowie externen Beiräten erarbeitet. Insgesamt sollen bis zu 1.000 Studierende zwei Bachelor bzw. fünf Masterstudiengänge in Ernährung und Gesundheit belegen. Forschung und Lehre greifen dabei interdisziplinär ineinander: Biowissenschaftliche Analysen von Nahrungsmitteln und Körperaktivitäten werden mit sozial- und verhaltenswissenschaftlichen sowie wirtschaftlichen und juristischen Fragestellungen verknüpft. Ziel ist es, fundierte und praxistaugliche Erkenntnisse für eine gesunde und nachhaltige Lebensmittelversorgung und eine effektive Gesundheitsvorsorge zu gewinnen. Die Universität Bayreuth schärft mit dem Campus Kulmbach ihr interdisziplinäres Profil. Der Freistaat investiert am Standort Kulmbach in den nächsten fünf Jahren insgesamt 136 Millionen Euro und stärkt damit das wirtschaftliche Profil der gesamten Region Oberfranken.


Neues Landesinstitut für vernetzte Lebensmittelwissenschaften in Kulmbach

Kulmbach bekommt darüber hinaus ein neues Landesinstitut für vernetzte
Lebensmittelwissenschaften. Es soll vor allem den wechselseitigen
Wissenstransfer zwischen dem akademischen Umfeld und den Behörden
weiter intensivieren. Ministerpräsident Dr. Markus Söder betonte: „In
Kulmbach entsteht eine deutschlandweit einzigartige Einrichtung. Das neue
Landesinstitut wird ein bundesweites Leuchtturmprojekt für den
Verbraucherschutz der Zukunft und stärkt den Standort Kulmbach.“

Verbraucherschutzminister Dr. Marcel Huber ergänzte: „Das neue Landesinstitut fügt eine entscheidende neue Kompetenz für einen modernen gesundheitlichen Verbraucherschutz in Bayern hinzu. Mit dem neuen Landesinstitut soll eine enge Verzahnung und Kooperation zwischen akademischer Forschung und Lehre sowie staatlichem Handeln im Bereich
Lebensmittelsicherheit erzielt werden. Das ist Verbraucherschutz am Puls der Zeit, der unmittelbar vor Ort wirken wird.“

Die Behörden nutzen die in den wissenschaftlichen Einrichtungen gewonnenen Erkenntnisse und umgekehrt geben die Erkenntnisse aus der Überwachung Hinweise auf mögliche Felder, in denen Forschungsbedarf besteht. Die Schwerpunkte des neuen interdisziplinären Instituts werden in
den Bereichen angewandtes Lebensmittelrecht, in der wissenschaftlichen
Bewertung lebensmittelbedingter Risiken sowie der Marktüberwachung liegen – beispielsweise beim Schutz vor Irreführung und Täuschung oder der Echtheit der geographischen Angabe, wie etwa bei Olivenöl. So soll
gleichzeitig ein effektives Frühwarnsystem zur Erkennung von lebensmittelbedingten Risiken etabliert werden. Das neue Landesinstitut soll im Jahr 2019 gegründet werden.

Kulmbach ist bereits jetzt das fränkische Zentrum für Lebensmittelwissenschaften. Das dortige Kompetenzzentrum für Ernährung
sowie die Universität Bayreuth, das Max-Rubner-Institut und die neue
Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bilden
gemeinsam einen großen Cluster. 

„Mit dem neuen Campus und dem neuen Landesinstitut wird der Standort Kulmbach, die Universität Bayreuth und die Genussregion Oberfranken weiter gestärkt. Gerade Kulmbach ist bereits heute ein profilierter Lebensmittelstandort mit zahlreichen Unternehmen der Lebensmittelbranche, sowie wichtigen Forschungsinstituten des Bundes und des Freistaates. Darauf bauen wir und das wird Ausstrahlung für ganz Bayern haben. Ich werde zusammen mit Oberbürgermeister Henry Schramm alles daran setzen, dass die Umsetzung auch weiterhin schnell und reibungslos vorankommt“, so Schöffel abschließend.

 
Hintergrund zum heute beschlossenen umfassenden Maßnahmenpaket für Hoachschulausbau in Bayern:
Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Regionale
Wissenschaftseinrichtungen sind die Zukunftsmotoren der Regionen. Deshalb investiert Bayern massiv in Wissenschaft und Forschung. Wir besetzen Zukunftsthemen, von der Digitalen Pflege über Biowissenschaften bis hin zum Software-Engineering für die Industrie. Mit Investitionen von ca. 590 Millionen Euro in den nächsten Jahren schaffen wir neue Studiengänge, z.B. in den Bereichen Cyber-Security und Künstliche Intelligenz, rund 9400 neue Studienplätze und etwa 300 neue Stellen. So ermöglichen wir in allen
Regionen des Landes Forschung und Ausbildung auf Top-Niveau – und
sorgen dafür, dass die Menschen in Bayern in ihrer Heimatregion erfolgreich
sein können. Durch die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte und den
intensiven Austausch zwischen Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen fördern wir zugleich den Know-how-Transfer, erhöhen die Attraktivität regionaler Standorte und schaffen zusätzliche Arbeitsplätze vor Ort. Das schafft neue Zukunftschancen in allen bayerischen Regionen und ist ein klares Signal an die Menschen im ganzen Land.“