Bad Alexandersbad darf nicht aufgegeben werden – gemeinsame Kraftanstrengung nötig
„Das Alexbad darf nicht aufgegeben werden“, das stellt der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Schöffel klar und schaltet sich damit in die aktuelle Diskussion um die Zukunft des kleinsten bayerischen Heilbades ein. Martin Schöffel: „Die begonnenen Gespräche müssen weitergeführt werden, auch wenn die Bürgermeisterin Anita Berek am Montag unabgestimmt eine dauerhafte Schließung verkündet hat. Ich danke an dieser Stelle allen Verantwortlichen, gerade auch dem bisherigen Staatssekretär Gerhard Eck und Innenminister Joachim Herrmann für seine ständige Unterstützung, besonders auch Landrat Peter Berek. Unser Landrat füllt seine Doppelfunktion als Rechtsaufsicht über die Gemeinden und als Ratgeber gerade in schwerer Zeit mit großem Engagement, aber natürlich auch im Rahmen der gesetzlichen Grenzen aus. Einen kurzfristigen Erfolg haben wir erzielt. Erst gestern konnten wir in einem Termin mit Vertretern des Innenministeriums in München eine Erhöhung der Kassenkredite auf nun 5,3 Mio Euro erreichen. Damit ist die weitere Liquidität der Gemeinde gesichert.“
Die angekündigte Schließung trifft nicht nur die Bürger des Heilbades und die Mitarbeiter des Alexbades, sondern das gesamte Fichtelgebirge in Mark und Bein, findet Schöffel: „Bad Alexandersbad ist einer unserer touristischen Leuchtturme in der Region und muss für die Zukunft weiter ausgebaut werden. Für alle touristischen Bemühungen der Region und die regionale Entwicklung ist Bad Alexandersbad ein maßgeblicher Baustein. Es braucht eine Lösung, die in der Region fest verankert und von Freistaat maßgeblich getragen oder unterstützt wird. Ich bin dankbar für alle Unterstützung der letzten Jahre für den Aufbau von Bad Alexandersbad. Die Staatsregierung hat die Region an dieser Stelle gewaltig unterstützt und vieles möglich gemacht, was so anderswo nicht möglich wäre. Allerdings sind wir noch nicht am Ziel, der Projekt Bad Alexandersbad braucht weitere Hilfen aller beteiligten Fördergeber.“
Aus Schöffels Sicht haben bedauerlicherweise sowohl die Bürgermeisterwahl als auch die Corona-Pandemie das Heilbad enorm zurückgeworfen. Damit der Re-Start gelingen kann, sind nun alle gefordert: Freistaat Bayern, Bezirk Oberfranken (ähnlich wie in Sibyllenbad im Bezirk Oberpfalz), Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und die gesamte kommunale Familie, sie alle müssten Bad Alexandersbad in schwerer Zeit jetzt unterstützen. „Jeder muss im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag leisten. Die notwendigen Gespräche dazu habe ich zusammen mit Regierungspräsidentin Heidrun Piewernetz, Bezirkstagspräsident Henry Schramm und Landrat Peter Berek in München in den letzten Wochen mit den zuständigen Ministern der Staatsregierung geführt. Diese müssen nun zu einem konkreten Ergebnis geführt werden. Es braucht eine neue Trägerstruktur für das Alexbad und konstruktive Initiativen, um neue Gäste für das Alexbad zu gewinnen und die Einnahmesituation zu verbessern. So wie es jetzt läuft, kann es nicht weitergehen!“
Bedauerlich ist nach Ansicht von Martin Schöffel, dass von Seiten der Bürgermeisterin Anita Berek in den letzten zwei Jahren nicht erkennbar konstruktive Initiativen ergriffen worden seien, um nach der Corona-Zeit neue Gäste für das Alexbad zu gewinnen und die Einnahmesituation zu verbessern. „Welche Aufgaben hat eigentlich der im letzten Jahr eingestellte Bäderdirektor und welche Initiativen kann er vorweisen?“ fragt Schöffel. Es sei sehr bedauerlich, dass vieles, was vor 2020 schon auf den Weg gebracht wurde, offenbar nicht mehr weiterverfolgt werden soll.