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28.07.2019

Forstwirtschaft als Partner für den Klimaschutz

Stürme, Trockenheit und der häufig einhergehende Borkenkäferbefall machen dem Wald in Bayern zu schaffen. „Wir müssen unsere heimischen Wälder als grüne Lunge und natürlichen CO2-Speicher im Kampf gegen den Klimawandel erhalten“, betont Martin Schöffel, der landwirtschaftspolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. „Der Umbau des Staatswalds zum Klimawald ist der richtige Weg. Wir werden mehr Bäume pflanzen, aber wir müssen auch Holz entnehmen. Wenn Bäume am Ende ihres Lebens einfach verrotten, wird andernfalls erneut Kohlendioxid freigesetzt.“

Das heute auf den Weg gebrachte Acht-Punkte-Programm der Staatsregierung zum Waldumbau in Bayern sei ein erster Schritt, erklärt Schöffel zur Ausrichtung der Bewirtschaftung des Staatswaldes auf den Klimaschutz: „Es ist notwendig, noch schneller als bisher vielfältige Mischwälder mit verschiedenen Baumhöhen und Altersstufen zu schaffen. Veränderte Klimabedingungen können schließlich nahezu alle unsere Baumarten gefährden. Das Mischen von Baumarten ist deshalb unser Credo für die Zukunft unserer Wälder.“

Neben den Bemühungen um den Staatswald sollen auch die privaten Waldbesitzer beim Erhalt der Wälder unterstützt werden. „Um den Waldumbau zu beschleunigen, haben wir die entsprechenden Mittel im aktuellen Haushalt um 15 Millionen Euro erhöht. Nächstes Jahr stehen damit 44 Millionen Euro für unsere Waldbauern zur Verfügung. 200.000 Hektar Waldumbau in klimatolerante Zukunftswälder bis 2030 ist unser Ziel“, sagt Schöffel. Der Freistaat hilft den privaten Waldbesitzern dazu auch bei der Bergung von sogenanntem Kalamitätsholz, damit kranke Baumbestände schnell aus dem Wald entfernt werden können. „Um den notwendigen Waldumbau zu erleichtern, muss die Staatsregierung aber auch bestehende Förderprogramme nochmals überarbeiten“, fordert Schöffel.

 Entschieden wendet sich der CSU-Politiker gegen eine Aushebelung bestehender Jagdgesetze, um junge Baumpflanzungen zu schützen: „Wenn die Landtags-Grünen nun plötzlich höhere Abschussquoten für Wild und Jagdmethoden fordern, die derzeit nicht rechtlich zugelassen sind, schüren sie nur neue Streitherde im Wald. Vielleicht ist es ja noch nicht bei Ludwig Hartmann in der Münchner City angekommen: Aber ohne ein vernünftiges Bejagungskonzept funktioniert der Waldumbau nicht. Wald und Wild bilden eine ökologische Einheit! Das Forstliche Gutachten zur Waldverjüngung in Bayern verdeutlicht zudem, dass Verbiss-Belastung in mehr als der Hälfte aller Gebiete im grünen Bereich liegt.“